E-Government im Schulunterricht

Seit 2008 wird die österreichische E-Government-Strategie auch verstärkt im Schulunterricht angeboten. Ziel dieser Initiative „edu.gov – E-Government im Unterricht“ ist, den Nutzen von E-Government-Anwendungen und der Bürgerkarte der Jugend ab einem Alter von 14 Jahren über die Schule im Unterricht näher zu bringen und dabei möglichst viele Schüler/innen und Lehrer/innen zu erreichen. Seit Start des Projekts im Schuljahr 2008/2009 haben mehr als 200 Schulen die Inhalte des Projekts ihren Schüler/innen vermittelt.

Für interessierte Lehrer/innen besteht die Möglichkeit eines ein- bzw. zweitägigen Seminars im Rahmen der Lehrerfortbildung. Seminarteilnehmer/innen dieser Schule kennen nachher alle für die Schule bedeutsamen Elemente der E-Government-Strategie und können an ihrer Schule edu.cards und e-cards sowie die mobile Signatur auf Handy als Bürgerkarte gratis freischalten.

 

Auf edu.gov werden ausführliche Unterrichtsmaterialen zu folgenden relevanten Themenbe­reichen auf der Homepage angeboten:
E-Government meint die Gesamtheit aller elektronischen Angebote der öffentlichen Verwaltung für die Menschen im Land und ist auch Synonym für einen modernen und innovativen Staat, in dem Qualität, Vertrauen und Tempo zentrale Elemente sind.  E-Government bedeutet für Bürger, beispielsweise die Arbeitnehmerveranlagung, das Stipendium oder eine Strafregisterbescheinigung via Internet beantragen zu können.
Die Bürgerkarte dient als Unterschrift und Ausweis für E-Government im Web. Bürgerinnen und Bürger können vielfach schon jetzt und in Zukunft noch vermehrt mit Hilfe von elektronischen Formularen alle Arten von Anträgen stellen. Diese Formulare stehen im Internet bereit und können in vielen Fällen gleich online ausgefüllt werden.
Die Bürgerkarte ist somit ein Herzstück des E-Government, sie dient zum elektronischen unterschreiben und zum elektronischen ausweisen mittels elektronischer Signatur.
E-Business hat insbesondere für Handelsschulen und Handelsakademien eine besondere Bedeutung, da dort Schüler/innen im Rahmen der Übungsfirmen als „richtige“ Unternehmer/innen agieren.
E-Demokratie ist keine neue Demokratieform sondern steht für den Einsatz interaktiver Medien zur Stärkung und zum Ausbau der bestehenden Demokratien. Weitere ähnliche Begriffe sind u.a. „M-Democracy/Participation“ (Mobiltelefonie) und „T-Democracy/Participation“ (Bürgerfernsehen etc.) – doch durch die zunehmende Medienkonvergenz werden diese Unterscheidungen allmählich irrelevant.

All diese Services der österreichischen Verwaltung werden im Rahmen von edu.gov für den Schulunterricht aufbereitet. Umfangreiche Unterrichtsmaterialen stehen auf  http://edugov.bildung.at zur Verfügung. Das Angebot wird weiterhin kontinuierlich ausgebaut. Ziel der Initiative ist es, dass weitgehend alle Schüler/innen informiert werden, welche modernen Services ihnen die österreichische Verwaltung über das Web bietet.