Österreichweiter Bildungsportal-Verbund

Ziel dieses elementaren Breitbandservices ist, eine österreichweit einheitliche Regelung für die Zugriffs- und Berechtigungsverwaltung im Bildungsbereich zu etablieren. Der Fokus liegt dabei auf einer verteilten und nicht redundanten Benutzerführung bei der jeder Teilnehmer nur seine lokale Zugriffs- und Berechtigungsverwaltung zu führen hat, aber auf alle Applikationen im gesamten Portalverbund ohne nochmaligen Anmeldevorgang verzweigen kann.

 

Dieser Zusammenschluss ermöglicht dem Anwender, mit einer einzigen Login-Sequenz bzw. mit Single Sign-On rollenbasiert auf alle Portale und Services im Verbund zuzugreifen. Umgekehrt kann jeder Portalbetreiber seine Services österreichweit anbieten, ohne für die gesamte Benutzerverwaltung sorgen zu müssen. Insgesamt wird dadurch der Aufwand für die dazu erforderliche Datenpflege erheblich reduziert und eine weitaus bessere Datenkonsistenz erzielt.

Da es zwischen dem E-Government-Portalverbund und dem Bildungsportal-Verbund personelle Schnittmengen im Bereich Bundes- und Landeslehrer/innen gibt, wurde von Beginn an die Kompatibilität zum Portal Verbund Protokoll des Bundes
(http://reference.e-government.gv.at) mitberücksichtigt.

 

Angesichts der breiten Benutzer/innenbasis in den Lernmanagement-Systemen (moodle, dotLRN) und der Zusammenfassung von Lern-Anwendungen und –Inhalten im Bildungspool wird die weitere Entwicklung des Bildungsportal-Verbunds verstärkt im Kontext dieser beiden Systeme geplant. Dabei übernehmen die Lernmanagement-Systeme mit Ihren Benutzer/innenverzeichnissen die Rolle der Stammportale (LMS-Stammportale). Den gemeinsamen Authentisierungs- und Autorisierungs-Komponenten (Bildung.at - Registry) von Bildungspool, Kulturpool und Austria Forum sowie künftig weiteren Systemen kommt die Rolle des Anwendungsportals zu. Bestehende Kern-Komponenten der Bildungsportal-Verbund-Software werden in diese Plattformen übernommen und weiterverwendet.

Für die zukünftige Portal-Authentisierung und -Autorisierung auf Seite der LMS-Stammportale ist unter Anderem der Einsatz der edu.card (http://educard.bildung.at) vorgesehen. Mit einem Zertifikats-Logon sollen hier vor allem Zugriffe auf elektronische Lehr- und Lern­inhalte über den Bildungspool mit einem effizienten und hohen Sicherheitsniveau gewährleistet werden. Darüber hinaus werden die in den Benutzer-Verzeichnissen gespeicherten Identitäten im Zuge automatisierter Abfragen an das Zentrale Melderegister (ZMR) um das bereichsspezifische Personenkennzeichen (bPK) ergänzt, um bestmögliche Konsistenz der Daten in den Benutzer/innen-Verzeichnissen sicherzustellen.