02.10.2011

Experimentierkoffer soll Lust auf Chemie machen

Wien (APA) - Die Chemie-Industrie kämpft seit Jahren mit einem Nachwuchsproblem. Mit einem erneuerten "Chemie-Koffer" zum Experimentieren im Sachunterricht und dem neuen, vierteljährlich erscheinenden Experimentiermagazin "Molecool-Lino" sollen nun der Forschergeist von Volksschülern geweckt und so "die Fachkräfte von morgen" gesichert werden, wie es bei der Präsentation vom Fachverband Chemische Industrie (FCIO) und dem Verband der Chemielehrer (VCÖ) am Mittwoch hieß.

 

   Das Heft, das unter http://www.vcoe.or.at bestellt werden kann, enthält praktische Anleitungen für chemische Versuche für die Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen. Das erste Heft behandelt das Thema "Farben". Jungforscher lernen dabei etwa, wie sie bei Rotkraut neben violett auch die Farben grün und rot sichtbar machen können.

 

   Fach "Naturwissenschaften" gefordert

 

   Der Chemiekoffer, den Lehrer im Zuge einer Fortbildung erhalten, enthält 17 Versuche. Dabei können die Schüler etwa herausfinden, was Zuckerglasuren bunt macht. Schon bisher gab es Experimentier-Koffer und ein Heft, allerdings war das Lehrmaterial für die Unter- bzw. Oberstufe konzipiert.

 

   Geht es nach FCIO und VCÖ, sollen generell in der Volksschule im Fach "Sachunterricht" bereits Naturwissenschaften gelehrt und durch einfache Versuche erklärt werden. Die Experten sprechen sich außerdem dafür aus, Biologie, Chemie und Physik in der fünften und sechsten Schulstufe als gemeinsames Fach "Naturwissenschaften" einzuführen, wobei eine der insgesamt drei geforderten Stunden für Experimente reserviert sein soll.