26.01.2011

Frauen in die Technik

Wien (APA-ZukunftWissen) - "Informatik ist viel mehr als Programmieren und hinter dem Computer sitzen", heißt es seitens des Vereins Sprungbrett, der mit seinem Projekt "FIT - Frauen in die Technik" eine großangelegte Informationsoffensive zu naturwissenschaftlich-technischen Studien und Berufen startet. An vier Tagen, von 31. Jänner bis 3. Februar 2011, finden im Rahmen der "FIT Infotage 2011" eine Informationsmesse, Veranstaltungen, Vorlesungen, Workshops, Laborbesuche und Betriebsexkursionen statt.

Die Veranstaltung richtet sich an Schülerinnen Allgemeinbildender (AHS) und Berufsbildender Höherer Schulen (BHS) sowie der Oberstufe in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.

 

Neben Bildungseinrichtungen wie der Technischen Universität Wien, der Universität Wien, der Universität für Bodenkultur oder der Fachhochschule (FH) Campus Wien stellen sich auch verschiedenste Unternehmen vor. So gewähren etwa IBM, NXP Semiconductors oder die Österreichischen Bundesforste AG einen Einblick in ihre Arbeitsabläufe. Eine Exkursion in medizintechnische Gefilde steht mit dem Hightech-Prothesenhersteller Otto Bock Healthcare ebenfalls auf dem Programm. Dessen Standort in Wien ist ein internationales Kompetenzzentrum für Mechatronik, mehr als ein Drittel der rund 440 Mitarbeiter ist den Angaben zufolge in der Forschung und Entwicklung tätig.

 

Den Abschluss der "Infotage" bilden Workshops zur Studienwahl und Zukunftsplanung sowie eine Diskussion mit weiblichen "Role models", welche von Do's and Don'ts ihrer eigenen Laufbahn erzählen.

 

Chancen in der Forschung

 

Eine Reihe von Biographien von im Bereich Technik/Naturwissenschaften tätigen Frauen findet sich übrigens auf den letzten Seiten des Programms zu den "Infotagen". So erzählt zum Beispiel die Umweltphysikerin Regina Hitzenberger: "Ich habe mit dem Studium Astronomie begonnen, und als 'Brotberuf' Mathematik und Physik Lehramt (Anm.: gewählt). Physik hat mich dann mehr fasziniert und ich habe umgesattelt. Dass eine Frau in der Forschung eine Chance hat, haben damals alle bezweifelt. Heute arbeite ich auf dem Gebiet der Umweltphysik und finde das absolut spannend. Mir gefällt die Mischung aus 'Forschung und Lehre' - etwas zu erarbeiten, dieses Wissen weiterzugeben und mit anderen die Faszination für Physik zu teilen. Ich bin außerordentliche Universitätsprofessorin und Vizedekanin - so viel zu 'als Frau hast du in der Forschung keine Chance'."

 

Auf Umwegen kam die Polymerchemikerin Simone Knaus zu ihrem

Traumberuf: "Ich habe in der Schule, einer neusprachlichen AHS, Chemie nur als langweiliges Theoriefach kennengelernt und wäre nach der Matura nie auf die Idee gekommen, Chemie zu studieren. Bei meiner ersten Studienwahl, einer Übersetzer- und Dolmetscherausbildung, haben aber etliche Dinge zu Frustration geführt. Als ich dann durch Zufall als Besucher im Praktikum "Organische Chemie" gelandet bin, war ich fasziniert, weil Chemie etwas mit manueller Tätigkeit zu tun hat. Ich habe trotz Bauchweh wegen mangelnder Vorkenntnisse sofort die Studienrichtung gewechselt und diesen Schritt bis heute nicht bereut."

 

Service: "FIT-Infotage 2011" von 31. Jänner bis 3. Februar 2011, Anmeldung im Internet unter www.fitwien.at, Tel. 01/789 4545-26.

Registrierung und Buchung des persönlichen FIT Programms am 31.1. ab

8.00 Uhr im Foyer der TU Wien (Hauptgebäude), Karlsplatz 13, 1040 Wien.

 

Infotage in ganz Österreich:

Oberösterreich (NÖ): 14. bis 15.Februar 2011, www.fit.jku.at

Tirol (Vbg.): 8. bis 9. Februar 2011, www.fit-tirol.at

Kärnten: 7. bis 8. Februar 2011, www.fit.sid.at

Steiermark (Bgld.): 14. bis 17. Februar 2011, www.fit.tugraz.at

Salzburg: 7. bis 8. Februar 2011, www.fit-salzburg.ac.at

 

APA - Austria Presse Agentur eG
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