26.05.2011

Lenenslanges Lernen weiter forcieren

Brüssel (APA) - Die EU-Bildungsminister drängen auf ein verstärktes lebenslanges Lernen der Menschen in der Europäischen Union. Ein Zwischenbericht der EU-Kommission zu diesem Thema zeigt, dass sich die Situation zuletzt verschlechtert hat. Ziel der EU ist es, die Beteiligung der 25- bis 64-Jährigen am lebenslangen Lernen auf 15 Prozent bis 2020 zu bringen.

 

   In Österreich waren es im Vorjahr 12,5 Prozent, wobei es auch hier eine Verschlechterung gegenüber 13 Prozent zuvor gegeben hat.

Vorreiter in der EU ist Dänemark mit 31 Prozent. Österreich ist beim Bildungs- und Kulturministerrat in Brüssel auf Beamtenebene vertreten. Weitere Punkte des zweitägigen Rates betreffen die Senkung der Schulabbrecherquote, vor allem bei Migrationskindern, und speziell bei Roma. In den Staaten mit dem höchsten Anteil von Roma wie Rumänien, Bulgarien oder Ungarn schaffen nur 42 Prozent der Kinder dieser Minderheit die Grundschule. In der EU liegt der Durchschnitt bei 97,5 Prozent.

 

   Im Jugendbereich geht es beim Bildungsministerrat auch um die Beschäftigung. Der ungarische EU-Ratsvorsitz wird dabei über einen strukturierten Dialog zwischen jungen Menschen und den EU-Institutionen über die Jugendbeschäftigung berichten. Dazu zählt auch die "Freiwilligentätigkeit junger Menschen als ihr Beitrag zur Entwicklung der örtlichen Gemeinschaften". Österreich wird in diesem Zusammenhang ein Projekt der steirischen Gemeinde Kapfenberg präsentieren. Dort bekommen Jugendliche, aber auch Senioren, die in wohltätigen Organisationen wie Caritas freiwillig tätig sind, in einem eigenen Pass Punkte eingetragen, von denen jeder einen Euro wert ist. Damit können sie innerhalb der Gemeinde auch Einkäufe bezahlen.