24.04.2012

Lörnie-Sieger stehen fest

Wien (APA-ZukunftWissen) - Ein Online-Lernportal, eine Mathematik-Lernsequenz zum Kennenlernen von Geogebra, ein Lernprogramm zum Üben der englischen Uhrzeit und ein Blog rund um Gratis-Lerntools von Google wurden als Kategoriesieger des diesjährigen Lörnie-Wettbewerbs ausgezeichnet. Sonderpreise gab es für interaktive Tafeln für den Islamunterricht, einen in ein Social Web eingebetteten Blog für Buchbesprechungen sowie für eine Lernsoftware für Tablet-PCs. Die Awards wurden heute, Dienstag, von Bundesministerin Claudia Schmied vergeben. Für seine besonderen Verdienste um E-Learning wurde der E-Learning-Experte Uwe Gutwirth ausgezeichnet.

 

   "The spirit of eTeaching - Moderne Bildung mit modernen Medien und Methoden", so das Motto hinter Lörnie, der seit 2002 jährlich die besten von Schülern oder Lehrenden selbstgestalteten elektronischen Lernmodule auszeichnet. Durch Vorbildwirkung und Inspiration sollen die prämierten Projekte dazu beitragen, die Integration von neuen Medien im Unterricht weiter voranzutreiben, heißt es seitens des Ministeriums.

 

   Kreativität und Abenteuer

 

   In der Kategorie "Allgemein / Creativity Culture" ging der erste Platz an das Projekt "p4p Pupils 4 pupils" von Andreas Heske von der Medienhauptschule Ziersdorf. Eine vom Autor konzipierte und programmierte Online-Lernplattform, bei der Quizfragen zu unterschiedlichen Gegenständen online selber sowohl erstellt als auch gelöst werden können. Auf Rang zwei landete Andrea Prock von der Neue Mittelschule Tirol mit ihrem E-Learning-Wettbewerb "Webquest@Home - Abenteuerliche Spurensuche in meinem Schulort".

Schüler in 30 Klassen haben gemeinsam Ideen entwickelt, das Thema in Teamarbeit aufbereitet und mit Hilfe des Computers und des Internets umgesetzt. Platz drei erreichte Manfred Fleck von der Volksschule Gutenberg mit dem Projekt "Hotpotatoes Steiermark". Bei diesem Lernprogramm können Schüler ohne Login jederzeit Übungen zum Schwerpunkt Steiermark ausführen.

 

   In der Kategorie "Human-/Naturwissenschaften" landete die Einführung in die Geogebra-Mathematik-Software von Johann Seidl von der Hauptschule Bad Gleichenberg auf dem ersten Platz. Eine interaktive "Einführung in die Differentialrechnung" von Sandra Reichenberger (Gymnasium Dachsberg, Prambachkirchen) erreichte den zweiten Rang, eine gemeinsam erarbeitete Website zu Carnuntum von Günter Schicho und Lucia Maestro (BRG Wr. Neustadt Gröhrmühlgasse) kam auf Platz drei.

 

   Dialekte und Multimedia

 

   In der Kategorie "Sprachen" prämierte die Jury das englische Uhrzeit-Lernprojekt "The Clock" von Gerhard Oberhuber (Hauptschule Zell am Ziller), das Zeitformen-Lernprogramm "Zeitflügel" von Alois Schaberl von der Hauptschule Bad Gleichenberg sowie "Austrian-German as a second language", bei dem oberösterreichische Dialektausdrücke mit einem Augenzwinkern auf Englisch erklärt werden (Werner Prüher, Berufsschule Rohrbach).

 

   In der Kategorie "Technik/Wirtschaft" landete Andreas Hofer von der HLW Deutschlandsberg am Siegerpodest mit seinem "glearning blog". Dieser bietet einen Überblick und Tutorials zum Lehren und Lernen mit gratis Google-Werkzeugen und behandelt Mobile Learning, Multimedia oder die Erstellung von Websites, Karten und Videos. Den zweiten Rang belegte Alexander Nischelwitzer, Lektor an der Fachhochschule Joanneum Graz, mit seinen "moX mobile"-Experimenten.

Eine Lernsequenz von Ingo Rath (Lehrer an der BHAK 2 Salzburg) zur dynamischen Investitionsrechnung, die von Schülern selbständig durchgearbeitet werden kann, schaffte es auf Platz drei.

 

   Sonderpreise und Ehrung für Lebenswerk

 

   Folgende Sonderpreise gab es dieses Jahr: Zum einen für das "Active Board", eine Einführung in Wort und Bild in den islamischen Religionsunterricht, speziell aufbereitet für interaktive Tafeln (Lotfi Sakka von der PH Wien), für den Bücher-Blog "Written4me" von Claudia Welsch, sowie für "Creative Commons", eine elementare Lernsoftware für Tablet-PCs, elektronische Tafeln und Smartphones, erstellt an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz von Alois Bachinger.

 

   Für sein außerordentliches Lebenswerk wurde der Unternehmensberater Uwe Gutwirth ausgezeichnet. Für seine digitalen Lehrmaterialien und Online-Spiele (u.a. "Der Kaufmann von Venedig") hat der ehemalige HAK-Lehrer und pädagogische Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Salzburg laut den Angaben bereits zahlreiche nationale und internationale Preise eingeheimst.