23.10.2012

Präventionskongress zu digitaler Kindheit in Graz

Graz (APA) - Laptop, iPad, Handy oder Smartphone: Neue Medien gehören zum Alltag von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern und haben auch das Familienleben verändert. Unter dem Titel "Jugend und Medien" beschäftigt sich der "Österreichische Präventionskongress "

vom 7. bis 8. November in Graz mit Fragen rund um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und Gefährdungspotenzialen durch die Nutzung digitaler Medien.

 

   Kinder und Jugendliche bewegen sich heute ganz selbstverständlich in den virtuellen Räumen, die ihnen die Neuen Medien bieten. Die vielfältigen Angebote auf Laptop und iPod, Gameboy und Handy eröffnen den Heranwachsenden neue Möglichkeiten der Unterhaltung, Selbsterprobung, der Kommunikation mit Gleichgesinnten oder auch der Vertiefung in eine Fantasiewelt. Und auf sozialen Netzwerkseiten kann man die ganze Welt - oftmals auch ungewollt - an seinem Leben teilhaben lassen.

 

   Eltern und Jugendliche erwünscht

 

   "Der virtuellen Raum hat, ohne das jetzt bewerten zu wollen, alle Themen der Gesellschaft eingefangen, überlagert und beeinflusst. Und damit hat er auch die Bereiche der Kriminalprävention wie Gewalt, Missbrauch und Sucht erreicht", so Günther Ebenschweiger, Präsident des "Österreichischen Zentrums für Kriminalprävention", bei der Kongressvorschau in Graz. Für ihn steht daher fest: "Wenn wir von Kriminalprävention sprechen, müssen wir uns zeitgleich auch mit Medienkompetenz, Informations- und Erziehungskompetenz auseinandersetzen". Möglichkeiten dazu bietet der von Ebenschweiger zum dritten Mal konzipierte interdisziplinäre und praxisnahe Kongress Anfang November in Graz in rund 35 Workshops und zusätzlichen Referaten.

 

   Zahlreiche Präventionsexperten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz haben ihr Kommen zugesagt, als Besucher sind aber auch Lehrer, Eltern und Jugendliche willkommen. "Ich sehe sehr viel Hilflosigkeit bei Eltern, die das Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder richtig einschätzen und einordnen wollen. Hier müssen die Eltern gezielt gestärkt werden", so Ebenschweiger im Gespräch mit der APA. Eine Reihe von Workshops - u.a. zum Thema Umgang mit Sozialen Netzwerken und Internet, Online- und Computerspielsucht oder auch der Frage, wie der Weg in die digitale Welt von Volksschulkindern gestaltet sein sollte - stehen am Programm.

 

   "Als zweite große Zielgruppe haben wir Firmen mit ihren Lehrlingen eingeladen, für die wir gezielte Workshops direkt in den Unternehmen anbieten", schilderte der Organisator. Hier will man u.a. zeigen, wie sich Jugendliche davor schützen können, zu

Cybermobbing- Opfern zu werden. Vonseiten der direkt kontaktierten Firmen habe es "größtes Interesse", so Ebenschweiger, gegeben.

 

   Service: Österreichischer Präventionskongress: "Jugend und Medien - Virtualität und Realität - zwei Räume, eine Welt", 7. und 8. November 2012, Congress Graz. Workshop-Plätze noch vorhanden.

Onlineinfo unter http://www.praeventionskongress.at